09 März 2007

Glendoone Farm - Das Leben eines Jackaroo (Cowboys)


Leben Mitten in den "Bergen", Solarstrom, Wasser aus dem Fluss, Holzofen in der Kueche, Gemuese aus dem Garten, Pilze von der Wiese, Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen und jede Menge australische Wildtiere in naechster Umgebung und noch vieles, vieles mehr. Das war mein Leben fuer die letzten zwei und so wie es aussieht noch fuer die naechsten paar Wochen. Das Leben auf der Farm ist einfach total schoen, der australische "way of life" wird hier gelebt und springt schon zum Teil ein bissl auf mich ueber! Zur Zeit leben sechs Personen auf der Ranch, Elisabeth, ihre beiden Soehne Andrew und Steven, Kathrin ein Maedel aus Germany, Gerad aus Korea und ich. Ausserdem noch etwa 50 Rinder, 60 Ziegen, 50 Schafe, 8 Hunde, 4 Pferde, 3 Katzen und ein Wombat.
Meine Arbeit auf der Farm ist sehr abwechslungsreich (wenn ich mal arbeite, hab die meiste Zeit frei) und von langweilig bis sehr interessant und beeindruckend. Zu meinen Taetigkeiten zaehlten bisher Holz saegen und spalten, Unkraut jaehten, Werkstatt aufraeumen, Wasserpumpe reparieren, Kangaroo schiessen und schlachten, Hunde trainieren, Huehnerstalltuer reparieren, kochen, backen, spuelen, mit einem fuenfjahrigens Pony arbeiten und natuerlich jede Menge Ausritte mit den Pferden. Die Arbeit mit den Stockpferden (kann man mit einem Quarterhorse vergleichen) macht mir natuerlich am meisten Spass. Die Ausritte fuhren mich ueber die endlosen Padocks und ueber die huegelige Berg- und Waldlandschaft des Timbarra Valley. Am schoensten ist natuerlich die "stockwork on horseback" zu erledigen, d.h zum Beispiel die Rinder und Schafe vom Pferd aus von einem Padock ins andere zu treiben. Naturlich gehoehrt es auch dazu die Gatter vom Pferd aus zu oeffnen, was mir leider noch nicht immer gelingt. Ist irgendwie wie im Film, nur noch ein bissl besser weil man es selber macht oder es wenigsten versucht :-) Die Arbeit mit dem Pony ist auch sehr interessant, hab ihn jetzt schon mit der join up - Methode von Monty Roberts an Sattel und Zaumzeug gewohnt und die ersten Ausritte im Roundpan und im Padock versucht, sag dazu nur: Ist halt ein Pony!!!
Ja das waren mal so meine ersten Eindruecke vom Farmleben, bin hier soweit ganz gluecklich das Leben eines Jackaroo fuehren zu duerfen. Denk mal dass ich hier noch bis Anfang April bleiben werde und dann an Ostern mir das Rodeo in Omeo und Buchan anschauen werde und eventuell auf einem kleinen Bullen reiten werde *gg* Wenn dannach noch alles heil an mir ist geht es via Melbourne und Great Ocean Road weiter nach Adelaide. Mal schaun was mich da erwartet!!

PS: Hab hier nur begrenzten Internetzugang und kann leider keine oder nur wenige Mails beantworten. Freu mich aber trotzdem riessig ueber Neuigkeiten aus dem Schwabenland.





Die Frontansicht der der Glendoone Farm

Der Blick auf die Farm vom Gemuesegarten aus


Das sollte mal ein neues Stockyard werden, wurde an meinen letzten Tagen auf der Farm abgerissen und in den kommenden Wochen neu gebaut.


Das ist Elizabeth, die Besitzerin der Farm mit ihren Bergziegen


Timbarra Valley vom Grave Hill (Friehofshuegel) gesehen


Hier koennt ihr sehen woher Grave Hill seinem Namen hat



Mein erster Ritt auf Minty und leider auch mein letzter da sich das Pony ein paar Tage dannach einen ca. 15 cm langen Holzsplitter in die Brust gerammt hat und somit ausser Gefecht gesetzt war.


Pumkin das Hauswombat, man kann viel Spass mit ihm haben (unverwuestbares Tier)


Kleiner Ausflug an den Timbarra River zum Fischen, leider nix gefangen!



Dieses kleine Spielzeug kommt an zweiter Stelle nach den Pferden, eine 185ccm Motorcrossmaschine. Versuch euch noch ein paar Clips hoch zu laden.